Familie
Wer gehört zu meiner Familie?
Jeder nennt diejenigen Menschen seine Familie, die ihn in der Zeit betreuen, in der er noch nicht selbständig leben kann. Diese Bezugspersonen können die leiblichen Eltern sein, es können aber auch Stiefeltern, Grosseltern, eine Tante, Adoptiv- oder Pflegeeltern, eine Nanny, eine Gruppe von Erwachsenen oder Geschwister sein.
Familienformen
Die Familie ist ein sehr wichtiger Begriff in unserem Leben. Zusammenhalt und Unterstützung innerhalb der Familie werden gross geschrieben und bilden eine wichtige Grundlage der Gesellschaft. Durch die grossen Veränderungen der letzten Jahrzehnte in allen Bereichen unseres Alltags sind auch die Familienstrukturen verändert worden.
- Die Kleinfamilie bestehend aus Vater, Mutter und Kindern bilden die meistgelebte Familienform.
- Einelternfamilien sind heute aber eine häufige Familienform.
- Patchworkfamilie: Es ist auch nicht immer so klar, wer eigentlich zur eigenen Familie gehört: Gehören nur die leiblichen Eltern zur Familie, oder gehört auch der neue Partner der Mutter dazu? Oder wie es mit den Eltern der neuen Frau des Vaters? Durch Halbgeschwister werden neue Familien, sogenannte Patchworkfamilien gebildet und es entsteht ein grosses Netz an Verwandtschaft.
Lernen für's Leben
Viele Formen von Familien können einem Kind eine vertrauensvolle Umgebung bieten. Und in allen Formen lernt das Kind, wie es sich unter Menschen bewegen und wie es später sein Leben als Erwachsener organisieren kann. Es lernt verschiedene Rollen kennen innerhalb der Gesellschaft in der es lebt. Kinder spielen oft und gerne Rollenspiele, in denen sie z.B. Mutters Rolle übernehmen, oder den Polizisten, einen Räuber, die Bedienung im Café oder eine Lehrerin spielen. So wird das soziale Verhalten eingeübt. Auch wenn später andere Ideen und Verhalten hinzukommen und es durchaus nicht sein muss, dass jeder als Erwachsener die eigenen Eltern kopiert, so bilden diese ersten Erfahrungen doch die Grundlage für das spätere Zusammenleben.


