Mobbing
Definition von Mobbing: Mobbing bedeutet, dass eine Person oder eine Gruppe jemanden schikaniert, anpöbelt, belästigt, beleidigt, ausgrenzt usw. mit dem Ziel, diese Person zu demütigen und zu vertreiben. Das kann in der Schule sein, aber auch bei der Arbeit, zu Hause im privaten Umfeld oder in Vereinen. Von Mobbing spricht man, wenn die beschriebenen Belästigungen über eine längere Zeit anhalten und wiederholt auftreten. Bei einem einmaligen Spass oder Ausrutscher spricht man noch nicht von Mobbing.
Direkt und Indirekt: Diese Belästigungen können sowohl in Form von mündlicher als auch körperlicher Gewalt am Opfer erfolgen und sowohl direkt als auch indirekt (Ignorieren, Ausstossen, Verleumden) gegen die Person gerichtet sein. Anhand von manchmal banal erscheinenden Gründen wird jemand gemobbt. Dies kann ein sprachlicher Dialekt sein, der stört, ein Muttermal im Gesicht, Kleidung, die nicht den Gewohnheiten der anderen entspricht usw. Den Anlässen dafür sind keine Grenzen gesetzt.
Grenzüberschreitung: Je länger das Mobbing läuft, umso schwieriger ist es, ihm Einhalt zu gebieten. Von Tag zu Tag kann es schlimmer werden. Wenn du selbst ein Opfer bist oder auch schon warst, spürst du genau, wann eine Grenze überschritten wurde. Du selbst entscheidest, ob für dich die Grenzen überschritten wurden oder nicht und nicht der Täter oder die Täterin.
Massnahmen: Es ist wichtig, die Ereignisse öffentlich zu machen und nicht in den eigenen Reihen zu decken. Keine/r hat das Recht dich auf so eine Art zu behandeln. Versuche möglichst von Anfang an dich jemandem Aussenstehenden mitzuteilen. So besteht eine Chance, dass das Mobbing unterbrochen wird und auch weitere folgende Einschüchterungen öffentlich werden und so nicht mehr akzeptiert werden. Wenn du denkst, dass dir niemand glaubt, versuche noch einen weiteren Schritt zu wagen und wende dich an eine Jugendberatungsstelle.
Andere betroffen: Wenn du nicht direkt betroffen bist, akzeptiere nicht, dass jemand geplagt wird. Nicht reagieren heisst akzeptieren! Sich für jemanden einzusetzen kann bedeuten sich auszusetzen, Angriffsfläche zu bieten, vielleicht auch Freunde zu verlieren um sich durchzusetzen. Was denkst du, wärst du selbst für jemanden in deiner Klasse bereit dazu?
- Unterstütze den Mitschüler bzw. die Mitschülerin, die gemobbt wird; indem du einen Erwachsenen, eine Lehrperson oder die Schulleitung über die Situation informierst;
- Erkundige dich, ob ihr einen Peacemaker an eurer Schule habt oder eine speziell dafür geschulte Sozialarbeiterin.
Selber betroffen: Wenn du selbst von Mobbing betroffen bist und nicht die nötige Unterstützung bekommst:
- Wende dich möglichst schnell an eine erwachsene Vertrauensperson, entweder selbst oder über eine/n Freund/in. Wenn du dich nicht ernst genommen fühlst, versuche es weiter, vielleicht ist das im Moment nicht die richtige Person. Dann gilt es sich weiter zu orientieren und sich an eine Jugendberatungsstelle zu wenden. Dort gibt es Berater/innen, die dich anonym beraten und dich in weiteren Schritten unterstützen können.
- Vermeide Orte, wo das Mobbing passiert, z.B. wenn dies auf dem Nachhauseweg ist, versuche einen anderen Weg gehen, vergiss dabei nicht, dies deinen Eltern mitzuteilen;
- Versuche nicht mit den gleichen Mitteln zurückzuschlagen, das ist keine Lösung, sondern versuche, neue Freund/innen zu finden, bereits eine einzelne Freundin bzw. ein einzelner Freund kann dir Stärke geben;
- Verwöhne dich selbst zwischendurch mit etwas Gutem, z.B. einem Kinofilm nach Lust und Laune, sich etwas besonders geschmackvolles Kochen und mehr.
Unterstützungsangebote und weitere Infos: www.mobbing-info.ch


