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Ausziehen aus dem Elternhaus

Aus dem Elternhaus ausziehen ist meist Abschluss und Neuanfang in einem. Vielleicht erfolgt der Schritt aus einer glücklichen Situation, vielleicht aus einer schwierigen. Ganz unabhängig davon gibt es ein paar Dinge zu beachten:

Persönlich: Meist ist der Auszug auch mit kleineren oder grösseren Unsicherheiten bezüglich der Beziehungen verbunden. Wenn möglich, sprich mit Eltern und Geschwistern darüber, was es neu für Möglichkeiten gibt, sich zu sehen und in Kontakt miteinander zu sein. Was zu wenig, zu viel oder genau richtig ist, ist oft mit widersprüchliche Gefühlen verbunden. Dann ist ausprobieren und anschliessend besprechen was sich bewährt hat eine gute Möglichkeit.

Administrativ: Hier eine kleine Checkliste, woran bei einem Auszug zu denken ist – je nachdem ist nicht alles von gleicher Wichtigkeit:
- Mietvertrag: Auf wen lautet der Mietvertrag, wer hinterlegt eine allfällige Mietkaution? Siehe auch «Freizeit und Gesellschaft» > «Wohnen».
- Versicherungen: Haftpflicht, Hausrat und Diebstahl, Kranken- und Unfallversicherung, eventuell andere Versicherungen, die bisher über die Eltern liefen. Siehe auch «Freizeit und Gesellschaft» > «Versicherungen».
- Finanzen: Unterschriftenberechtigung von Konten, klare Abmachungen wer für welche Kosten aufkommt, erstellen eines Budgets. Siehe auch «Freizeit und Gesellschaft» > «Geld».
- Gemeinde/Kanton: Den neuen Wohnsitz bei der Gemeinde melden.
- Adressänderungen: Adressänderung bei der Post, beim Arbeitgeber, bei Versicherungen usw., Adressen in Ausweisen ändern.
- Vormundschaft: Wenn du unter 18 bist und ohne das Einverständnis deiner Eltern ausziehen möchtest, so wende dich an die Jugendberatung oder an die Vormundschaftsbehörde. Adressen unter «Weitere Beratungsstellen».

Unterstützung im Konfliktfall: Wenn du nicht mehr bei den Eltern wohnen willst oder kannst, gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie dies organisiert werden kann. Manchmal hilft ein Time-Out (Trennung auf Zeit) Kindern und Eltern, wieder besser zusammenleben zu können. Jugendberatungen und Sozialdienste können dir bei diesen Fragen weiterhelfen. Auch wenn es gar nicht mehr klappt und du lieber in den eigenen vier Wänden leben willst oder wenn ein Ausbildungsort zu weit weg von deinem Zuhause liegt, kannst du dir dort Rat und Unterstützung holen.

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