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Der erste Kontakt mit BeraterIn oder TherapeutIn

Bedingungen einer Beratung klären: Manchmal kann es sinnvoll sein, mit einer Beratung Kontakt aufzunehmen um sich Informationen zu holen, z.B. bei einer Suchtpräventionsstelle und sich Bedenkzeit zu geben, bevor eine Beratungsstelle aufgesucht wird. Die meisten Beratungsstellen verfügen heute auch über eine Mailadresse. So kann ein erster Kontakt per Mail die Kontaktaufnahme erleichtern, es können Fragen gestellt, erste Ängste angesprochen und Vertrauen aufgebaut werden.

Erster Kontakt: Bei einem ersten Kontakt werden die Bedingungen einer Beratung/Therapie offen gelegt (eigene Ausbildung, Gesprächsdauer, Preis, etc.) um sich dann auf das Gespräch und das Anliegen des Ratsuchenden einzulassen. Miteinander werden Beratungs/Therapieziel und die mögliche Dauer der Beratung/Therapie besprochen. Beides kann sich im Laufe der Beratung/Therapie ändern, muss dann aber erneut besprochen werden.

Sich genau erkundigen: Wichtig ist dabei für den Ratsuchenden, zu wissen, dass er Kunde ist, dass er demnach das Recht hat, sich genau zu erkundigen, was da auf ihn zukommt. Dass er auch jederzeit die Zusammenarbeit hinterfragen darf. Das heisst auch, dass bei Unsicherheiten, was mit all den vertraulichen Informationen geschieht, jederzeit nachgefragt werden darf. Es braucht ein grosses gegenseitiges Vertrauen, um die tiefsten und bedrohlichsten Ängste anzusprechen. Dieses Vertrauen kann aufgebaut werden, indem beide Seiten offen und ehrlich sind. Das kann z.B. heissen, dass die Frage gestellt wird, was die Therapeutin machen würde, wenn sie von einer Straftat erfahren würde, oder was geschieht, wenn der Berater erfährt, dass ein Jugendlicher Drogen konsumiert. Wird er Eltern und/oder Schule davon berichten? Oder steht die Therapeutin unter Schweigepflicht unter jeder Bedingung?

Grenzen der Schweigepflicht: Meist gilt die Schweigepflicht einer Therapeutin bis zu der Grenze, wo er von einer Gefährdung des Lebens entweder durch konkrete Suizidabsichten oder Drohungen gegen das Leben anderer Kenntnis bekommt. Das sind Geheimnisse, die nicht gehütet werden können, in dem Fall muss ein Geheimnisträger geeignete Massnahmen zum Schutz des Lebens ergreifen.

Zentrale Anlaufstelle: Alle Heilberufe arbeiten meist zusammen, so ist nicht immer klar abgegrenzt, welche Funktion welche Person erfüllt. Deshalb gibt es auch oft zentrale Anlaufstellen, wie z.B. ein Sozialzentrum oder das Jugendsekretariat, wo je nach Problem verschiedene Fachleute zur Verfügung stehen.

Kostenlos für Jugendliche: Für Jugendliche ist meist die regionale Jugendberatung oder das Jugendsekretariat die erste kostenlose Anlaufstelle. Dort stehen Berater und Therapeutinnen für Gespräch und Therapie zur Verfügung und/oder vermitteln weiter an spezialisierte Fachstellen z.B. bei finanziellen Problemen oder zum Arzt oder zum psychiatrischen Dienst, wenn Medikamente benötigt werden.

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