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Die Mobbing-Dynamik

Tolerierte Grenzüberschreitung: Mobbing fängt an mit einer von der Gruppe geduldeten Grenzüberschreitung. Wann eine Grenze überschritten ist, spürt die Person, deren Grenze verletzt wurde. Kann sich jemand in der Gruppe wichtig machen, indem er die Grenzen einer anderen Person verletzt, besteht die Gefahr, dass die Mobbing-Dynamik ins Rollen kommt.

Mobbing-Dynamik: Meist gibt es einen oder ein paar Hauptakteure, welche sich in einer Gruppe nicht anders Geltung zu verschaffen wissen, als indem sie andere schlecht machen. Dies gelingt in einer Gruppe dann, wenn es Mitläufer gibt, die zwar selber nicht berechnend vorgehen, aber sich stets nach denen richten, die gerade am Stärksten sind. Gleichzeitig wird nicht mehr genau unterschieden, was Spass ist und wo der Spass aufhört. Auch dies funktioniert nur, wenn es eine grössere Anzahl schweigende Zuschauer gibt, welche ihre Meinung nicht äussern und weder dem Opfer beistehen noch den Tätern entgegentreten.

Direkt und indirekt: Die Belästigungen können sowohl in Form von mündlicher als auch von körperlicher Gewalt am Opfer erfolgen und sowohl direkt wie auch indirekt (durch Ignorieren, Ausstossen, Verleumden) gegen die Person gerichtet sein. Im Falle von Cyber-Mobbing werden auch Texte, Bilder oder andere Web-Inhalte erstellt und verbreitet, oder es wird in Chats gegen eine Person aufgewiegelt. Oft bekommt das Opfer davon anfänglich gar nichts mit und kann sich darum auch nicht wehren, während die Täter sich in der Anonymität sicher fühlen und sich vormachen, es sei doch nur Spass.

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