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Erste Untersuchung bei der Frauenärztin

Die meisten Mädchen gehen das erste Mal zur Frauenärztin, wenn sie sexuelle Beziehungen mit einem Partner aufnehmen und sich über Verhütungsmittel informieren möchten. Du musst vor der Untersuchung keine Angst haben. Am besten ist, wenn du genau weisst, was dabei passiert. Bei vielen Ärzten ist die Arztgehilfin während der Untersuchung anwesend. Wenn du möchtest, kann auch deine Mutter oder eine Freundin dabei sein. Die Untersuchung beim Frauenarzt ist eine heikle Situation. Du zeigst deinen Körper auf eine Art, wie du ihn sonst kaum jemandem zeigst. Deshalb ist es wichtig, dass du mit besonderem Respekt behandelt wirst.

Was wird gefragt?
Die Ärztin muss sich ein Bild machen können von dir und deiner Situation. Deshalb stellt sie dir zu Beginn der Untersuchung einige Fragen. Sie erkundigt sich nach
- dem Grund des Besuchs,
- dem Zyklus, der Zyklusdauer, allfälligen Menstruationsbeschwerden, Zwischenblutungen oder einem Ausfluss,
- Beschwerden wie Jucken oder Brennen in der Scheide.
Sexuelle Themen sollten nur auf deinen Wunsch hin besprochen werden. Wichtig ist, dass du dich wohl fühlst im Gespräch mit der Ärztin, dass sie sich Zeit nimmt für dich und auf deine Fragen eingeht.

Was wird untersucht?
(A) Brustuntersuchung. Dabei ist nur dein Oberkörper frei. Die Ärztin tastet deine Brüste bis in die Tiefe des Brustmuskels ab. Du solltest selbst auch regelmässig deine Brüste nach Knötchen abtasten, damit du einen allfälligen Brustkrebs möglichst früh erkennen würdest. Wie du das machst, erfährst du bei der Frauenärztin.
(B) Unterleibsuntersuchung. Du liegst dabei meist auf einem speziellen Stuhl. Nur der Unterkörper ist frei.
(C) Spekulumsuntersuchung. Deine Schamlippen, die Klitoris und der Scheideneingang werden kurz angeschaut. Die Ärztin trägt Handschuhe und spreizt mit dem Spekulum, einem speziellen Instrument, deine Scheide, damit der Gebärmutterhals sichtbar wird. Wenn du noch Jungfrau bist, wird meist auf eine Spekulumsuntersuchung verzichtet.
(D) Tastuntersuchung. Die Lage der Gebärmutter, der Eileiter und der Eierstöcke wird abgetastet, und zwar von innen mit einem Handschuh. Von aussen tastet dich die Ärztin ohne Handschuhe ab.

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