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Häufigste Straftaten von Kindern und Jugendlichen

Verkehrsübertretung: Im Verkehr braucht es Regeln. Das ist leicht einzusehen. Sonst gäbe es noch mehr Unfälle, als es ohnehin schon gibt. Regeln scheinen uns lästig, wenn sie unser momentanes Bedürfnis einschränken, gleichzeitig sorgen sie dafür, dass das Zusammenleben – zum Beispiel auf der Strasse – funktioniert. Bei Übertretungen (zum Beispiel Fahren im Fahrverbot) wirst du gebüsst. Wenn deine Übertretung nicht so schlimm ist und du Glück hast, wirst du nur verwarnt.

Diebstahl: Oft sind die Regale in den Warenhäusern voll von Dingen, die dich faszinieren. Da kann es eine grosse Verlockung sein, etwas zu stehlen. Die Konsequenzen können massiv sein: Wenn  du auf frischer Tat ertappt wirst, können sich Ladenbesitzer oder Detektive damit begnügen, deine Eltern zu informieren und einen Geldbetrag zu verlangen. Ganz bestimmt aber wird dein Name notiert, und spätestens wenn du ein zweites oder drittes Mal erwischt wirst, kommt die Polizei ins Spiel.
Lass dich nicht von anderen dazu überreden, etwas zu klauen. Du gewinnst damit nicht wirkliche Freunde. Mut kannst du beweisen, wenn du ruhig erklärst, dass du das nicht tun willst.
Wenn du im Lehrbetrieb etwas stiehlst, verlierst du womöglich sofort die Lehrstelle.

Einbruch: Darunter versteht man das Eindringen in einen Raum, der dir nicht gehört, und zwar mit der Absicht, etwas zu stehlen. Das kann ein Haus oder ein Laden sein, aber auch ein Keller, ein Fabrikgebäude oder ein abgelegener Schuppen.

Achtung: Wenn du bei einem Diebstahl oder einem Einbruch Gewalt gegen einen Menschen anwendest, so gilt das zu Recht als schweres Verbrechen (Raub) und wird viel härter bestraft. Du machst dich auch eines Raubes schuldig, wenn du jemanden mit einer Waffe bedrohst – auch wenn sie nicht echt ist.

Bei einer Straftat dabei sein: Auch wenn du selbst nichts klaust und nicht einbrichst, sondern nur dabei mithilfst – zum Beispiel Schmiere stehst oder heisse Informationen gibst – machst du dich strafbar. Mitgegangen, mitgefangen! Auch die Anstiftung zu einer Straftat und die Mittäterschaft durch blosse Präsenz kann bestraft werden. So zum Beispiel wenn du filmst, wie andere jemanden quälen, statt der Person zu helfen .

Hehlerei: Du machst dich der Hehlerei schuldig, wenn du eine Sache kaufst, geschenkt bekommst, versteckst oder verkaufen hilfst, von der du weisst oder von der du denken kannst, dass sie Diebesgut ist. Pass also auf, wenn dir jemand irgend ein teures Ding allzu billig geben will oder darauf besteht, es dir für eine gewisse Zeit auszuleihen.

Illegale Drogen: Gewisse Stoffe fallen unter das Betäubungsmittelgesetz, zum Beispiel Heroin, LSD, Cannabis und andere. Sowohl der Handel als auch die Konsumation sind in der Schweiz verboten. (Siehe auch «Sucht».)

Sachbeschädigung: Sachbeschädigung liegt vor, wenn du etwas absichtlich kaputt machst oder verunstaltest. Zum Beispiel Tags und Graffitis. Sie sind zum Teil sehr künstlerisch, aber trotzdem verboten. Sie werden als Sachbeschädigung betrachtet. Erkundige dich auf der Gemeinde, ob du nicht legal irgendwo ein Graffiti machen kannst. Halte deine Ohren in den Wind und frag deine Eltern und Bekannten. Oft ergeben sich interessante Möglichkeiten.

Tätlichkeit/Körperverletzung: Wenn Konflikte körperlich ausgetragen werden, kann dies eine Strafe zur Folge haben. Lerne also, mit Wut oder Trauer sinnvoller umzugehen. Es gibt dafür auch Kurse, Informationen und Unterstützung: www.stoppmaennergewalt.ch

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