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Hilfe unter Freunden und Kolleginnen

Mögliche Hilfe unter Freundinnen und Freunden: In der Jugend sind oft die gleichaltrigen Freunde und Kollegen die ersten Gesprächspartner, wenn es um Probleme geht. Sie schlagen sich meist mit denselben Problemen herum, nehmen am gleichen Alltag teil und können deshalb oft am besten verstehen, worum es geht. Deshalb kann verständnisvolles Zuhören unter Freunden eine wirklich grosse Hilfe sein. Auch bei Liebeskummer kann die Freundin oder der Freund die beste Unterstützung sein. Sie kann die Geduld aufbringen, immer wieder anzuhören, wie sehr der Exfreund vermisst wird, aber auch den Umschwung mit verfolgen, wenn dann plötzlich die grosse Wut aufbricht oder das Weinen nicht mehr aufhören will. Die Freundin nimmt einen in die Arme und hat Geduld. Oder der Kollegenkreis ist bereit, zur Ablenkung etwas Spannendes zu unternehmen oder ganze Abende lang zusammen zu hocken und zu fachsimpeln über das neueste PC-Game.

Sich zeigen: Manchmal braucht es etwas Mut, den Freunden von seiner Stimmung zu erzählen und der Freundin Einblick zu geben hinter die immer lächelnde, aufgestellte Maske. Aber das Experiment kann sich lohnen, wenn erlebt wird, dass sie nicht nur die lächelnde Maske mag, sondern den verwirrten oder unsicheren Menschen hinten dran genauso gut leiden kann.

Grenze der Hilfe unter Freunden und Freundinnen: Bei aller Hilfsbereitschaft darf aber nicht vergessen werden, dass Hilfe unter Freunden Grenzen hat. Vor allem dann, wenn die Gefahr besteht, dass ein Kollege in Not sich Schaden zufügen könnte. Wenn z.B. ein Freund von Selbstmord spricht oder sich selbst verletzt, so ist es eine Überforderung und schädlich, ein solches Geheimnis bewahren zu wollen. In so einem Fall ist es angezeigt, weitere Hilfe zu suchen und für die Freundin oder den Kollegen in Not zusätzliche Unterstützung zu organisieren.

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