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Hilfreiche Beziehungen und professionelle Hilfe

Hilfreiche Beziehung und deren Grenzen

Menschen sind zwar soziale Wesen. Es gibt aber Situationen, in denen sich jeder allein durchschlagen muss. Jeder muss in einer Prüfung sein eigenes Wissen ohne fremde Hilfe unter Beweis stellen. Aber es gibt viele Notsituationen, in denen mitmenschliche Unterstützung höchst hilfreich ist. Bei einer Katastrophe sollte kein Leidtragender allein gelassen werden, im Leid um den Verlust eines Angehörigen ist es von jeher Tradition, dass die Leidtragenden zusammen kommen und den Verlust miteinander beklagen. Und immer wieder hat eine Krise Menschen zusammen geschweisst, die sich früher vielleicht gar nicht nahe gestanden haben. Menschliche Nähe und Anteilnahme sind die allerbesten Hilfsmittel für die meisten Notsituationen.

Belastung durch Hilfeleistung: Allerdings ist es auch eine der schwierigsten Belastungen, mit an sehen zu müssen, dass es einem Nahestehenden nicht gut geht, er aber keine Hilfe annehmen will oder keine Hilfe möglich ist. Wenn ein Drogenabhängiger z.B. mitten in der Sucht steckt, dann kann keine Hilfe Veränderung bringen, wenn der Betroffene dies nicht selber will. Daneben zu stehen und zu wissen, dass er sich mit jedem Kick und jeder Zigarette schadet, das tut weh und verlangt viel an gesunder Abgrenzung. Oft braucht es in solchen Situationen eine deutliche Distanzierung. Dann muss auch ein Nahestehender vielleicht sagen, dass er dem Süchtigen nicht weiter helfen kann. Dass ihm das zwar wehtut, aber weiter Unterstützung keinem von beiden nützt, sondern eher dazu beiträgt, dass das Problem weiter besteht.

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