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Hilfe holen oder nicht?

Hilfst du dir, so hilfst du deiner Familie

Die Familie schützen: Familienkonflikte werden oft als etwas Privates empfunden über das man nicht spricht. Hinzu kommt vielleicht auch die Angst, du könntest deinen Eltern schaden, wenn du darüber sprichst. Als Kind (übrigens auch als erwachsenes Kind) nimmt man seine Eltern oft in Schutz, man möchte sie weder blossstellen noch ihnen Schaden zufügen. Sogar dann nicht, wenn man es fast nicht mehr aushält, wenn die Grenze dessen, was o.k. ist, schon längst überschritten wurde. (Siehe «Konflikte: Was ist noch o.k.?») Das hat zur Folge, dass es dir vielleicht sehr schwer fällt, Hilfe von aussen zu beanspruchen, wenn es dir in der Familie schlecht geht.

Hilfe für dich, Hilfe für die Familie: Vielleicht hast du Angst, dass Hilfe für dich schlecht für deine Familie sein könnte. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass es oft für die ganze Familie hilfreich ist, wenn sich jemand getraut, Unterstützung von aussen zu holen. Es ist dann so als würde man einen Rettungsring auswerfen, der an einem sicheren Ort angemacht ist. Das bringt Sicherheit und mit der Zeit Boden unter die Füsse für die ganze Familie.

Hilfe bei Gewalt in der Familie: Im Falle von Gewalt und sexuellen Übergriffen in der Familie kann es wichtig sein, dass eine erste Hilfsstelle nicht meldepflichtig ist. Das heisst, dass sie nicht die Polizei einschalten muss, sondern in Ruhe mit dir besprechen kann, was sinnvoll ist. Solche Stellen sind zum Beispiel die Opferberatungsstellen, die Jugendberatungen und das Telefon 147. Alle diese Stellen sind auch an die Schweigepflicht gebunden. Das heisst, sie erzählen niemandem von dem, was du ihnen sagst. Ausnahme: Wenn dein Leben oder das Leben einer anderen Person gefährdet ist.

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