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Magersucht (Anorexie)

Anteil Frauen und Männer: Unter Magersucht oder in der Fachsprache auch Anorexie genannt, leiden vermehrt Mädchen und junge Frauen. Der Anteil bei den Männern ist viel kleiner. Geschätzt wird, dass der Anteil bei den Frauen im Alter zwischen 15 und 35 Jahren in Europa und Nordamerika bei 1% liegt, bei den Männern bei 0,1%. Die Magersucht bei Männern nimmt erfahrungsgemäss leicht zu.

Die Sucht des Abmagerns: Manche Jugendliche sind von der Idee besessen: je dünner desto besser. Sie beginnen zu hungern und fühlen sich dabei ziemlich gut. Der Körper reagiert nämlich auf das Hungern, indem er körpereigene Opiate - sogenannte Endorphine - produziert. Diese wirken ähnlich wie Suchtmittel und haben die Aufgabe, den Körper in Form zu bringen, damit er sich wieder Nahrung beschaffen kann. Je intensiver solche Jugendliche hungern, desto besser fühlen sie sich. Sie versuchen wie bei jeder echten Sucht das Gefühl zu steigern und hungern immer mehr. Oft treiben sie dazu Sport und vergrössern dadurch den Zustand der Unterversorgung.

Wahrnehmungsverlust: Mit der Zeit verlieren sie die Fähigkeit, ihren Körper richtig wahrzunehmen. Sie finden sich zu dick, obschon sie oft bereits sehr mager sind.

Unterstützung: Magersucht ist eine sehr ernste Krankheit. Sie kann sogar zum Tod führen. Wenn du denkst, du könntest davon betroffen sein, solltest du unbedingt möglichst schnell fachliche Hilfe in Anspruch nehmen, z.B. bei deiner Hausärztin oder auf einer Jugendberatungsstelle. Hilfe zu bekommen ist möglich. Unter www.netzwerk-essstoerungen oder www.aes.ch findest du Adressen von Fachstellen in deiner Nähe und erfährst mehr zum Thema.

Schau Dir doch zu dem Thema auch das Video an von «Zambo»

Der «Kummerkasten» ist entstanden in einer Zusammenarbeit von Zambo und der Pro Juventute Notrufnummer 147. Die Fragen und Antworten stammen von Pro Juventute. Anja von Zambo präsentiert sie dir im Video.

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