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Massnahmen bei Auftreten von Mobbing und Cyber-Mobbing

Grundsatz: Es ist wichtig, die Ereignisse öffentlich zu machen und beteiligte Personen nicht zu decken. Weder in der Schülerinnen- und Schüler-Gruppe, noch in der Lehrerinnen- und Lehrer-Gruppe, der Eltern-Gruppe usw. Niemand hat das Recht, jemanden so zu behandeln und gedeckt zu werden. Es ist gut, möglichst von Anfang an eine aussenstehende Person beizuziehen. So besteht eine Chance, dass das Mobbing unterbrochen wird, dass weitere Einschüchterungen öffentlich werden und so nicht mehr akzeptiert werden. Wenn du denkst, dass dir niemand glaubt, versuche noch einen weiteren Schritt zu wagen und wende dich an eine Jugendberatungsstelle.
Adressen von Jugendberatungsstellen findest du hier: www.147.ch > «Beratungsstellen» > Kategorie «Alle Sorgen und Probleme».

Andere betroffen – nicht Maulhalten! Wenn du mitbekommst, dass andere fiese Dinge tun oder planen, dann misch dich ein. Nicht reagieren heisst akzeptieren und ermöglicht, dass ein Klima der Angst entsteht. Sich für jemanden einzusetzen oder eine Sache beim Namen zu nennen kann bedeuten, sich auszusetzen, Angriffsfläche zu bieten, vielleicht sogar, Freunde zu verlieren um sich durchzusetzen – dafür aber auch: Ansehen zu gewinnen als mutige, eigenständige Person, die sich nicht unterkriegen lässt.
- Unterstütze den Mitschüler oder die Mitschülerin, der/die gemobbt wird, indem du einen Erwachsenen, eine Lehrperson oder die Schulleitung über die Situation informierst.
- Erkundige dich, ob ihr einen Peacemaker an eurer Schule habt oder eine speziell dafür geschulte Sozialarbeiterin.

Selber betroffen: Wenn du selbst von Mobbing oder Cyber-Mobbing betroffen bist und nicht die nötige Unterstützung bekommst:
- Wende dich möglichst schnell an eine erwachsene Vertrauensperson, entweder direkt oder über eine Freundin oder einen Freund. Wenn du dich nicht ernst genommen fühlst, versuche es weiter, vielleicht ist das im Moment nicht die richtige Person. Dann gilt es, sich weiter zu orientieren und sich an eine Jugendberatungsstelle zu wenden. Dort gibt es Beraterinnen und Berater, die dich anonym beraten und dich in weiteren Schritten unterstützen können. Adressen findest du hier: www.147.ch > «Beratungsstellen» > Kategorie «Alle Sorgen und Probleme».
- Vermeide Orte, wo das Mobbing passiert, zum Beispiel wenn dies auf dem Nachhauseweg ist, versuche einen anderen Weg zu gehen. Vergiss nicht, dies deinen Eltern mitzuteilen.
- Versuche nicht, mit den gleichen Mitteln zurückzuschlagen, das ist keine Lösung, sondern versuche, neue Freunde oder Freundinnen zu finden. Bereits eine einzelne Freundin oder ein einzelner Freund kann dir Stärke geben.
- Verwöhne dich selbst zwischendurch mit etwas Gutem, zum Beispiel einem Kinofilm nach Lust und Laune, sich etwas besonders gut schmeckendes Kochen und mehr.

Zusätzliche Massnahmen bei Cyber-Mobbing:
- Wenn du feststellst, dass peinliche Dinge über dich im Netz verbreitet werden, dann reagiere schnell.
- Stelle die Daten sicher (Kopien speichern, Screenshot erstellen). Wende dich so schnell wie möglich an eine erwachsene Person, der du vertraust. Das können die Eltern sein, eine Lehrerin, die Eltern von Freunden oder der Schulsozialarbeiter. Auch wenn dir die Inhalte sehr peinlich sind, zögere nicht zu reagieren.
- Informiere die Betreiber der entsprechenden Seiten und versuche zu erreichen, dass sie die Inhalte blockieren.
- Ihr könnt dann gemeinsam entscheiden, ob eine Anzeige sinnvoll ist. Bei einer Anzeige kann die Polizei die Täter ausfindig machen und wenn möglich Inhalte sperrren lassen.
- Wenn nötig, ändere alle deine Kontaktdaten (Telefonnummer, E-Mail, Chatname, Profil bei Sozialen Netzwerken usw.)

Unterstützungsangebote und weitere Infos:
Wenn du professionelle Hilfe benötigst, so wende dich an die Schulsozialarbeit oder an die Jugendberatung deiner Region.
Adressen findest du hier: www.147.ch > «Beratungsstellen» > Kategorie «Alle Sorgen und Probleme».
Weitere Informationen findest du unter: www.safersurfing.ch

Merkblätter von Pro Juventute kannst du hier herunterladen:
Cyber-Mobbing – Merkblätter

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