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Pille oder Mikropille

Sicherheit: Pearl Index: 0,1–2

Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen: Nein

Kosten: ca. 10–20 Fr. pro Monat. Wird nicht durch die Krankenkasse bezahlt. Auch für Pillen werden mittlerweile Generika angeboten. Diese Produkte beinhalten die gleichen Wirkstoffe wie das Original, kosten aber bedeutend weniger. Frage deinen Frauenarzt bzw. deine Frauenärztin nach diesen Produkten.

Die meisten Frauen, welche mit der Pille verhüten, verwenden die so genannte Mikropille. Sie enthält zwei Wirkstoffe: künstlich hergestellte Gestagene und Östrogene. Es gibt verschiedene Pillenmarken, die sich in der Dosierung dieser Hormone unterscheiden. Die künstlichen Hormone in der Mikropille haben im weiblichen Körper eine dreifache Wirkung: Erstens unterdrücken sie die Tätigkeit der Eierstöcke und damit die Eizellreifung und den Eisprung. Der gesamte Zyklus der Frau besteht also während der Pilleneinnahme ausschliesslich aus unfruchtbaren Tagen. Zweitens bleibt der Schleim im Gebärmutterhals während dem gesamten Zyklus dickflüssig bzw. er verdickt sich durch die Wirkung der Hormone noch zusätzlich, so dass dadurch die Samen am Eindringen in die Gebärmutter gehindert werden. Drittens wird die Gebärmutterschleimhaut nur ungenügend aufgebaut, so dass sich ein befruchtetes Ei darin nicht einnisten könnte.

Mit der Einnahme der Mikropille muss am ersten Zyklustag, also am ersten Tag der Menstruation begonnen werden. Der Schutz vor einer Schwangerschaft ist dann ab dem ersten Einnahmetag gewährleistet. Allen Mikropillen ist gemeinsam, dass sie über den fixen Zeitraum von 21 Tagen zu einem (möglichst) gleich bleibenden Zeitpunkt eingenommen werden. Darauf folgt eine pillenfreie Phase von 7 Tagen, in der eine so genannte Abbruchblutung stattfindet. Wichtig ist, dass keine Pillen vergessen werden. Eine Verschiebung der Einnahme bis maximal 12 Stunden nach dem üblichen Einnahmezeitpunkt ist möglich, ohne dass die Wirkung der Pille beeinträchtigt wird. Unregelmässigkeiten bei der Einnahme können jedoch zu Schwankungen im Hormonhaushalt und dadurch zu Zwischenblutungen führen. Es empfiehlt sich daher, die Mikropille regelmässig einzunehmen. Am einfachsten ist es, wenn die Pilleneinnahme mit einer anderen, regelmässig wiederkehrenden Tätigkeit, wie z. B. Zähneputzen, verbunden wird.

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