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Politik: mitreden und mitbestimmen

Politik heisst: die Sache der Stadt und der Gemeinde. Es geht also um alles Öffentliche. Was passiert mit all dem Hundekot, wo dürfen Kinder spielen, wieviel sollen Busfahrten kosten, gibt es eine Skateranlage, wo ist Platz für Jugendliche, wer entscheidet über die neue Grünanlage, wofür wird Geld ausgegeben? Bei alledem gilt: Auch Kinder und Jugendliche haben ein Wörtchen mitzureden. Sie leben schliesslich auch in der Öffentlichkeit – und erst noch länger als die Erwachsenen.

(A) Es ist berechtigt, dass du dort mitreden und mitbestimmen darfst, wo du betroffen bist und in dem Masse, wie du selber Verantwortung übernimmst. Zum Beispiel zu Hause, im Klassenzimmer, im Schulhaus, auf dem Pausenplatz, im Lehrbetrieb, am Arbeitsplatz, im Freizeitverein, im Quartier usw. Es macht auch mehr Spass, über Dinge zu sprechen, die du kennst und die deinen Alltag beeinflussen.

(B) Wenn dich etwas stört oder du den Wunsch nach einer Veränderung hast, sage deine Meinung. Suche andere, die deine Meinung unterstützen, und höre auch denen zu, die sie nicht unterstützen. Überlegt miteinander, wie eine Veränderung genau aussehen könnte.

(C) Findet heraus, mit welchen Erwachsenen ihr sprechen müsst, damit ihr weiter kommt. Das kann die Lehrerin sein, der Schulleiter, die Gemeindepräsidentin, der Abwart usw.

(D) Stellt euer Anliegen so gut dar wie nur möglich. Je besser ihr vorbereitet seid, desto mehr Chancen habt ihr, dass ihr etwas in Bewegung bringt.

(E) Lasst euch nicht abwimmeln. Sagt ruhig und bestimmt, dass ihr das Recht habt, ernst genommen und angehört zu werden.

(F) Denkt daran, dass ihr nicht mit dem Kopf durch die Wand gehen könnt. Veränderungen brauchen Zeit. Das Motto heisst: Geduld haben und dran bleiben.

(G) Verschiedene Stellen (Jugendförderung, Jugendforum, Jugendkommission, Gleichstellungsbüro, Fachstelle für Partizipation usw.) können euch unterstützen. Erkundige dich bei deiner Lehrerin oder auf der Gemeinde.

In der Schweiz gibt es Parteien. Das sind Gruppen von Menschen, die über die Schweiz, die Gesellschaft und das, was man tun und lassen sollte, ähnlich denken. Es gibt zum Beispiel die FDP, die SP, die SVP, die CVP, die Grünen usw. Die einen sind eher für den Fortschritt, die andern möchten eher das Altbewährte behalten, die einen sind für einen Anschluss an Europa, die anderen dagegen, die einen für eine tolerante Ausländerpolitik, die anderen wollen die Einwanderung streng kontrollieren usw.

Die meisten Menschen, die Politik machen, gehören einer Partei an. Es gibt aber auch Menschen, die parteilos bleiben, und trotzdem eine politische Karriere machen. Ab 18 kannst du einer Partei beitreten.

Einsteigen in die Politik: www.jugendsession.ch

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