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Schwangerschaft

Babys können wundervoll sein. Aber sie brauchen Zuwendung und Pflege. Und Menschen, die Zeit haben für ihre Bedürfnisse. Es ist deshalb von Vorteil, wenn Eltern schon eine gewisse Reife haben. Und auch eine intakte Partnerschaft kann das Leben mit Kindern erleichtern. Ein Kind kostet Geld und es ist notwendig, dass die Eltern diese Kosten selber tragen können. Wenn Eltern noch sehr jung sind und daher oft mitten in einer Ausbildung stehen, kann es unmöglich sein, den Lebensunterhalt selber zu erarbeiten. Ungewollt und zu einem ungünstigen Zeitpunkt Mutter bzw. Vater zu werden, kann nicht nur dein eigenes Leben, sondern auch dasjenige deines Kindes erschweren. Es ist deshalb sinnvoll, eine ungewollte Schwangerschaft zu verhüten bzw. den Zeitpunkt einer erwünschten Schwangerschaft sorgfältig zu planen. Auf dem Markt sind viele Verhütungsmittel für Frauen erhältlich. Für Männer gibt es nach wie vor nur das Kondom oder die Sterilisation. Schön deshalb, dass Jungs und Männer trotzdem zunehmend und von sich aus Verantwortung übernehmen und sich um Vaterschaftsverhütung kümmern. Und ihre Partnerin dabei begleiten und unterstützen.

Eine Schwangerschaft entsteht dann, wenn das Ei einer Frau vom Samen eines Mannes befruchtet wird. Dies ist in der Regel einmal im Monat, innerhalb von 12 bis maximal 24 Stunden nach dem Eisprung möglich. Die Lebenszeit von Samenzellen ist unterschiedlich lang und abhängig von der Umgebung, in der sie sich befinden. Ausserhalb des Körpers können sie nur überleben, wenn sie ausreichend von Samenflüssigkeit umgeben sind. In Tröpfchenform können sie durch Finger oder Gegenstände an oder in die Scheide befördert werden und so zu einer Schwangerschaft führen. Um schwanger zu werden, ist also nicht unbedingt Geschlechtsverkehr notwendig. Wenn die Samenflüssigkeit austrocknet, sterben auch die Samen ab. Hände, Finger oder andere Gegenstände, die mit Samenflüssigkeit in Berührung gekommen sind also immer gut abtrocknen, bevor sie mit der Scheide in Berührung kommen. Im Wasser sterben Samen sofort ab. In der Scheide können sie bis zu acht Stunden, in der Gebärmutter bis zu fünf und in den Eileitern bis zu sieben Tagen überleben. Es ist daher möglich, dass Geschlechtsverkehr, welcher vor dem Eisprung stattgefunden hat, zu einer Schwangerschaft führt. Eine verlässliche Verhütung, mindestens sieben Tage vor bis und mit einen Tag nach dem Eisprung, ist deshalb für sexuell aktive Paare ohne Kinderwunsch unbedingt notwendig.

Da der Eisprung nicht im Voraus berechnet, sondern nur mittels Beobachtung körperlicher Phänomene im Verlauf des Zyklus ermittelt werden kann, verhüten die meisten Frauen bzw. Paare während dem ganzen Zyklus. Findet keine Befruchtung der Eizelle statt, kommt es ziemlich genau vierzehn Tage nach dem Eisprung zur Monatsblutung, auch Periode oder Menstruation genannt. Dabei wird die Gebärmutterschleimhaut und Gebärmutterhalsschleim zusammen mit der unbefruchteten Eizelle ausgeschieden. Falls die Menstruationsblutung trotz Verhütung einmal ausbleibt, ist das nicht automatisch gleichbedeutend mit einer Schwangerschaft. Die Menstruation kann, gerade bei jungen Frauen und vor allem in der Pubertät, unregelmässig sein, weil sich der ganze Hormonhaushalt noch nicht richtig eingependelt hat. Zudem können grosse psychische oder körperliche Belastungen, Stress, Krankheiten und ungesunde oder nicht ausreichende Ernährung ebenfalls Auswirkungen auf den weiblichen Zyklus haben und zu Unregelmässigkeiten bei der Periode oder sogar zu ihrem gänzlichen Ausbleiben führen. Wenn du mal nicht sicher bist, kann dir ein Schwangerschaftstest Aufschluss geben.

Obschon viele Jugendliche die Verhütung sehr ernst nehmen, klappt sie nicht immer. Die Gründe dafür können verschiedene sein. Meist handelt es sich um Fehler bei der Anwendung, seltener um Versagen des Verhütungsmittels.

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