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Spielsucht, Internetsucht, ...

Nicht nur Alkohol und andere Drogen können abhängig machen, sondern auch bestimmte Verhaltensweisen. So kann man zum Beispiel „spielsüchtig“, „internetsüchtig“, „kaufsüchtig“ oder „arbeitssüchtig“ sein. In diesem Fall spricht man auch von nicht substanzgebundenen (oder substanzungebundenen) Süchten.

Merkmale von Genuss: Praktisch alle Dinge, die genussvoll sind, können zu einer Abhängigkeit führen. Genussvoll ist eine Tätigkeit so lange, wie sie uns Befriedigung bringt, ohne zur unbedingten Notwendigkeit zu werden. Dass eine Tätigkeit genussvoll ist, erkennt man an folgenden Merkmalen:

  • Freiwilligkeit des Tuns
  • Gelegentliche (nicht regelmässige) Tätigkeit
  • In der Regel massvolle Tätigkeit
  • Angenehme Wirkung im Vordergrund

Grenze zwischen Genuss und Abhängigkeit: Die Grenze zwischen einem genussvollen und einem abhängigen Verhalten ist fliessend.

Typische Merkmale einer Abhängigkeit: Typisch für eine Abhängigkeit ist insbesondere, dass die Tätigkeit einen grossen Teil der Zeit beansprucht, dass man einen grossen Wunsch verspürt, sie auszuüben, und dass man die Kontrolle über die Tätigkeit verliert. Wie bei Alkohol oder anderen Drogen kann es auch zu einer Steigerung der „Dosis“ kommen: Man spielt, surft, kauft, arbeitet immer mehr. Andere Interessen und Verpflichtungen werden vernachlässigt oder aufgegeben. Es kommt oft zu Problemen in der Schule oder bei der Arbeit. Soziale Kontakte werden vernachlässigt. Nicht selten treten auch körperliche Probleme auf, etwa Schlafmangel, Erschöpfung, Haltungsschäden oder Bewegungsmangel.

Menschen, die von einer Tätigkeit abhängig sind, leugnen oft, ein Problem zu haben, oder verharmlosen es gegenüber Freunden und Familie.

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