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Umgang mit Konflikten

(Thema «Mobbing» siehe unten.)

- Vielleicht hörst du den Tipp: «Gehe denen, die gemein zu dir sind, aus dem Weg.» Das ist unter Umständen eine gute Strategie, aber es ist sicher nicht immer machbar. Du stellst dich ihnen ja kaum absichtlich in den Weg. Meist suchen sie dich und setzen dir zu, wo sie nur können. Zudem hast du oft keine Wahl: Du musst mit ihnen zusammen sein, weil sie in deiner Klasse, im gleichen Schulhaus oder Betrieb sind.
- Besser ist, dir zu überlegen, wie du dich wehren kannst und mit wem du dich verbünden kannst.
- Vergiss nie: Du bist wertvoll, so wie du bist und gerade weil du anders bist als alle andern. Bereits ein einziger Freund oder eine einzige Freundin kann dir viel Stärke geben und dich unterstützen.
- Angst, Wut, Ärger, Weinen und Gegenangriffe nützen oft nicht viel, sondern können das Übel verschlimmern. Lass dich nicht provozieren. Oft legen es deine Widersacher nur darauf an, dass du die Fassung verlierst. Versuche, innerlich stark zu sein und nach aussen nicht so zu zeigen, dass du dich ärgerst.
- Lass dich nicht erpressen. Tu nichts gegen deinen Willen. Bringe nie jemandem Geld oder sonst etwas, weil dir etwas Schlimmes angedroht worden ist. Erzähle unbedingt einer erwachsenen Person – zum Beispiel deinen Eltern, dem Lehrer, einer Kontaktperson im Schulhaus – davon, auch wenn du vielleicht Angst hast, dass die Drohungen Wirklichkeit werden. Wenn alle schweigen, haben Gewalttätige und Erpresser ein leichtes Spiel und es entsteht eine Schreckensherrschaft. Du kannst dich auch direkt an die Polizei wenden, wenn du das Gefühl hast, dass dir nicht geholfen wird.
- Wenn du sexuell belästigt wirst von deinen Mitschülern musst du sofort Hilfe suchen bei Erwachsenen. Eine sexuelle Belästigung beginnt dort, wo du es als solche empfindest! Das können schlüpfrige Sprüche sein, SMS oder MMS mit Sexbildern oder unangenehme Berührungen. Keiner darf dir an die Brust oder den Po oder zwischen die Beine fassen. Siehe dazu auch die Texte unter «Sexualisierte Gewalt».

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