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Was sind Drogen?

Begriff: Früher bezeichnete man pflanzliche oder tierische Substanzen, die als Heilmittel benutzt wurden, als Drogen. Heute nennt man alle Substanzen so, die in die natürlichen Abläufe des Körpers eingreifen und insbesondere Bewusstsein, Denken, Wahrnehmung und Gefühle verändern. Drogen nennt man deswegen auch „psychoaktive“ oder „psychotrope“ (auf die Psyche wirkende) Substanzen.

Legale Drogen: Alkohol und Tabak sind Beispiele für legale Drogen. Auch bestimmte Medikamente haben eine bewusstseinsverändernde Wirkung. Diese können wie Alkohol, Tabak oder andere Drogen zur Berauschung gebraucht werden und abhängig machen.

Illegale Drogen: Heroin, Kokain, Ecstasy, Amphetamine und Cannabis sind Beispiele für illegale Drogen. Das Betäubungsmittelgesetz (BetmG) hält fest, dass ihr Konsum, der Besitz, der Anbau und der Handel damit strafbar sind. Alle illegalen Drogen stehen im Verzeichnis der verbotenen Betäubungsmittel. Der Begriff „Betäubungsmittel“ ist ein juristischer Ausdruck. Als Betäubungsmittel werden nicht nur die verbotenen Drogen bezeichnet, sondern auch weitere Substanzen, die unter strengen Kontrollbedingungen abgegeben und verkauft werden dürfen. Andererseits werden nicht alle Drogen als Betäubungsmittel bezeichnet: Alkohol und Nikotin sind zum Beispiel nicht im Betäubungsmittelverzeichnis, obwohl sie ebenfalls Drogen sind.

Legal – illegal: Woher kommt diese Unterscheidung? Ob eine Droge auf der Liste der verbotenen Betäubungsmittel steht, hängt unter anderem von der Einschätzung ihrer Gefährlichkeit ab. Tabak und Alkohol sind allerdings hierzulande legal, obschon ihr Konsum zu schweren Problemen führen kann. Denn gesellschaftliche Haltungen und Wertvorstellungen spielen ebenfalls eine Rolle dabei, welche Substanzen als illegal und welche als legal gelten. Alkohol gilt als Kulturgut: Sein Gebrauch ist geschichtlich gewachsen und mit dem Alltag in unserer Gesellschaft verbunden.

Probleme mit dem Gesetz: Wer illegale Drogen anbaut, besitzt, konsumiert oder verkauft, macht sich strafbar. Das Strafmass hängt davon ab, wie schwerwiegend das Vergehen ist (Art der Substanz, Mengen, damit getätigte Handlungen, Wiederholung…). Das geht von einer Busse bis zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe.

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